Willkommen in einer Welt, die uns jede Nacht aufs Neue in ihren Bann zieht: der Welt unserer Träume. Seit jeher versuchen Menschen, die Botschaften dieser nächtlichen Reisen zu entschlüsseln, denn sie bergen tiefe Einblicke in unser Innerstes. Oftmals sind es gerade die sinnlichen Erfahrungen in diesen Traumwelten, die uns am stärksten berühren und Fragen aufwerfen. Das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken im Traum ist weit mehr als nur eine einfache Wiedergabe des Tagesgeschehens; es ist eine hochkomplexe Sprache, die darauf wartet, von uns verstanden zu werden.
Traumdeutung ist der faszinierende Versuch, diesen verborgenen Code zu knacken, eine Brücke zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten zu schlagen. Sie betrachtet Träume nicht als zufällige neurologische Entladungen, sondern als bedeutungsvolle Erzählungen, die uns auf unsere Wünsche, Ängste und unerfüllten Bedürfnisse aufmerksam machen wollen. Insbesondere die Rolle unserer fünf Sinne in diesem Prozess ist von entscheidender Bedeutung, denn sie sind unsere primären Schnittstellen zur Welt, sowohl im Wachzustand als auch im Schlaf. Wir werden verschiedene Perspektiven beleuchten, wie diese sensorischen Erlebnisse unsere Träume prägen und was sie uns über uns selbst verraten können.
In diesem tiefgehenden Einblick in die Traumdeutung Fünf – Der Mensch und die Sinne erhalten Sie wertvolle Anregungen und Werkzeuge, um Ihre eigenen Träume mit größerer Klarheit zu betrachten. Sie lernen, die subtilen Hinweise zu erkennen, die Ihr Unterbewusstsein Ihnen durch Gerüche, Klänge, Berührungen, Geschmäcker und Bilder sendet. Es ist eine Reise der Selbstentdeckung, die Ihnen hilft, eine reichere Verbindung zu Ihrer inneren Welt aufzubauen und die verborgenen Schätze zu heben, die jede Nacht für Sie bereithält.
Die Tiefen der Traumwelt: Ein Spiegel unserer Seele
Die menschliche Seele offenbart sich oft in den stillen Momenten der Nacht. Wenn der Körper ruht, beginnt unser Geist eine bemerkenswerte Reise. Diese Reisen führen uns durch Landschaften, die unserer Wachwelt ähneln, oder uns in völlig fremde Dimensionen entführen.
Die Bedeutung der Träume wurde in allen Kulturen und zu allen Zeiten erkannt. Sie galten als Nachrichten der Götter, Vorzeichen der Zukunft oder als Fenster zur Seele. Heute wissen wir, dass Träume eine unverzichtbare Funktion für unsere psychische Gesundheit haben.
Die Sprache des Unbewussten verstehen
Träume sind die Poesie des Unbewussten, reich an Symbolen und Metaphern. Sie sprechen eine andere Sprache als unsere Alltagskommunikation. Diese Sprache ist oft bildhaft, assoziativ und nicht linear.
Das Verständnis dieser Sprache erfordert Offenheit und die Bereitschaft, über den Tellerrand des Offensichtlichen zu blicken. Jedes Traumbild, jedes Gefühl und jede Sinneseindrücke kann eine tiefere Bedeutung haben. Es ist eine Einladung, unsere eigene innere Landschaft zu erkunden und zu verstehen.
Die Fünf Sinne im Traum: Pforten zur inneren Welt
Unsere Sinne sind die Kanäle, durch die wir die Welt wahrnehmen und verstehen. Im Traum sind diese Kanäle nicht weniger aktiv, manchmal sogar intensiver oder verzerrter. Sie filtern, verarbeiten und interpretieren die Erlebnisse unseres Tages.
Im Schlaf verwandeln sie sich in mächtige Werkzeuge, um innere Zustände und unbewusste Prozesse darzustellen. Die Art und Weise, wie wir sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken im Traum, gibt uns einzigartige Hinweise auf unser Seelenleben. Es ist eine faszinierende Choreographie zwischen äußeren Eindrücken und innerer Verarbeitung.
Sehen im Traum: Bilder und Visionen
Das Sehen ist oft der dominanteste Sinn in unseren Träumen. Wir erleben lebhafte Bilder, komplexe Szenarien und detaillierte Gesichter. Farben können besonders intensiv oder ungewöhnlich sein und tragen eigene Botschaften.
Dunkelheit kann Unsicherheit oder das Unbekannte symbolisieren, während helles Licht Klarheit oder Erkenntnis bedeuten kann. Die Objekte, Personen und Landschaften, die wir sehen, sind selten zufällig gewählt. Sie sind oft Ausdruck unserer inneren Landschaft, unserer Wünsche und Ängste. Ein wiederkehrendes Bild, das wir sehen, verdient besondere Aufmerksamkeit.
„Der Traum zeigt nicht, was wir sehen, sondern was wir zu sehen brauchen, um unsere innere Wahrheit zu erkennen.“
Hören im Traum: Klänge, Stimmen und Botschaften
Auch der Gehörsinn spielt in unseren Träumen eine große Rolle. Wir hören Musik, die uns bewegt, oder Geräusche, die uns erschrecken. Stimmen können bekannt oder unbekannt sein, flüsternd oder schreiend.
Manchmal sind es konkrete Botschaften, die uns im Traum zugesprochen werden. Diese können uns Rat geben, uns warnen oder uns ermutigen. Die Qualität der Klänge – harmonisch oder disharmonisch, laut oder leise – spiegelt oft unsere emotionalen Zustände wider. Ein unaufhörliches Geräusch kann auf eine innere Unruhe hinweisen, während eine sanfte Melodie Harmonie signalisiert.
Fühlen im Traum: Berührung, Temperatur und Emotion
Der Tastsinn im Traum ist tief mit unseren Emotionen verbunden. Eine Berührung kann zärtlich oder schmerzhaft sein, sie kann uns Geborgenheit oder Angst vermitteln. Wir spüren Texturen, die angenehm oder abstoßend sind.
Auch Temperaturempfindungen sind häufig und bedeutungsvoll. Kälte kann Einsamkeit oder Distanz ausdrücken, während Wärme Geborgenheit oder Liebe symbolisiert. Das Gefühl, nass oder trocken zu sein, zu schweben oder zu fallen, sind ebenfalls Ausdruck unseres emotionalen Zustands. Diese körperlichen Empfindungen im Traum sind oft direkte Übersetzungen unserer Gefühle im Wachleben.
„Was wir im Traum fühlen, ist nicht weniger real als das, was wir im Wachzustand empfinden; es ist die nackte Emotion, ungeschminkt.“
Riechen im Traum: Düfte, Erinnerungen und Warnungen
Der Geruchssinn ist ein mächtiger Auslöser für Erinnerungen und Emotionen. Auch im Traum können Düfte eine überraschend intensive Rolle spielen. Ein vertrauter Geruch kann uns in die Kindheit zurückversetzen.
Ein unangenehmer Geruch könnte eine Warnung vor einer Situation oder Person sein. Blumendüfte können Freude und Liebe signalisieren, während Verwesungsgerüche auf etwas Unerledigtes oder Toxisches hinweisen könnten. Oft sind geruchliche Eindrücke subtil, aber ihre Bedeutung ist tiefgreifend, da sie direkt unser limbisches System ansprechen. Sie umgehen oft die bewusste Filterung und sprechen direkt zu unserem Unterbewusstsein.
Schmecken im Traum: Geschmackserlebnisse und Lebenslust
Geschmackserlebnisse im Traum sind seltener, aber wenn sie auftreten, sind sie oft sehr aussagekräftig. Süße Geschmäcker können Freude, Belohnung oder Zufriedenheit bedeuten. Saure oder bittere Geschmäcker könnten auf Enttäuschung, Reue oder eine unangenehme Wahrheit hinweisen.
Der Wunsch nach einem bestimmten Geschmack kann auf ein ungestilltes Bedürfnis hinweisen. Das Essen oder Trinken im Traum selbst hat oft symbolische Bedeutung, die mit der Aufnahme von Neuem oder der Verarbeitung von Erlebnissen zusammenhängt. Ein Festmahl im Traum mag Fülle und Überfluss symbolisieren, während Hunger auf Mangel oder unerfüllte Wünsche hindeutet.
Wechselwirkungen: Wie die Sinne unsere Träume formen
Träume sind selten eindimensional. Oft verschmelzen mehrere Sinne zu einem komplexen Erlebnis. Wir sehen vielleicht eine Person, hören ihre Stimme und spüren gleichzeitig eine Berührung. Diese Überlagerung verstärkt die Botschaft des Traums.
Manchmal beeinflussen äußere sensorische Reize unsere Träume direkt. Das Klingeln des Weckers kann in den Traum eingebaut werden, bevor wir aufwachen. Ein Geräusch in der realen Welt verwandelt sich in einen Dialog oder eine Handlung im Traum. Dies zeigt die fließenden Grenzen zwischen unserer inneren und äußeren Welt.
Der Körper im Traum: Sensibilität und Selbstwahrnehmung
Unser Körpergefühl im Traum ist ein weiteres faszinierendes Element. Das Gefühl zu fliegen kann Freiheit und Unabhängigkeit symbolisieren, während das Gefühl zu fallen Angst vor Kontrollverlust ausdrückt. Schmerzen im Traum können auf emotionale Wunden oder unerledigte Konflikte im Wachleben hinweisen.
Die Wahrnehmung des eigenen Körpers – ob gesund, verändert oder unvollständig – gibt Aufschluss über unser Selbstbild. Auch Träume, die körperliche Funktionen wie Laufen, Sprechen oder sexuelle Erregung betreffen, sind tief symbolisch. Sie spiegeln oft unsere Vitalität, unsere Fähigkeit zur Kommunikation oder unsere Intimitätsbedürfnisse wider.
„Der Körper im Traum ist ein lebendiges Symbol, das die tiefsten Sehnsüchte und die ungesprochenen Ängste unserer Seele trägt.“
Praktische Ansätze zur Traumdeutung der Sinne
Die Deutung sensorischer Träume erfordert Achtsamkeit und eine gewisse Übung. Beginnen Sie damit, Ihre Träume sofort nach dem Aufwachen festzuhalten. Notieren Sie alle Details, insbesondere die sinnlichen Eindrücke. Welche Farben waren präsent? Gab es Geräusche? Welche Texturen haben Sie gespürt?
Fragen Sie sich: Welche Emotionen waren mit diesen Sinneseindrücken verbunden? Gab es Ähnlichkeiten zu Erfahrungen im Wachleben? Ihre persönlichen Assoziationen sind der Schlüssel. Eine systematische Herangehensweise hilft, Muster zu erkennen und die Botschaften Ihres Unterbewusstseins zu entschlüsseln. Denken Sie daran, dass jeder Traum einzigartig ist und eine persönliche Interpretation erfordert.
Tabelle 1: Häufige sensorische Traumsymbole und ihre mögliche Bedeutung
| Sensorischer Eindruck | Häufige Symbole im Traum | Mögliche Bedeutung (kontextabhängig) |
|---|---|---|
| Sehen (Visuell) | Klare Sicht, Nebel | Klarheit, Durchblick vs. Verwirrung, Unsicherheit |
| Lebendige Farben, Grautöne | Lebensfreude, Energie vs. Monotonie, Depression | |
| Vertraute Gesichter, Fremde | Verbundenheit, Erinnerung vs. Neues, Unbekanntes, Projektion | |
| Weite Landschaft, Enge Räume | Freiheit, Möglichkeiten vs. Eingeschränktheit, Beklemmung | |
| Hören (Auditiv) | Schöne Musik, Disharmonie | Harmonie, Trost vs. Konflikt, innere Unruhe |
| Deutliche Worte, unverständliches Geraune | Klarheit, Botschaft vs. Missverständnisse, Ignoranz | |
| Schreie, Lachen | Angst, Schmerz vs. Freude, Befreiung | |
| Stille, laute Geräusche | Frieden, Leere vs. Stress, Überforderung | |
| Fühlen (Taktil) | Warme Umarmung, Kälte | Geborgenheit, Liebe vs. Einsamkeit, Ablehnung |
| Glatte Oberfläche, raue Textur | Sanftheit, Leichtigkeit vs. Herausforderung, Widerstand | |
| Schmerz, angenehmes Kribbeln | Emotionale Wunde, Konflikt vs. Lebendigkeit, Energiefluss | |
| Fliegen, Fallen | Freiheit, Kontrolle vs. Kontrollverlust, Angst | |
| Riechen (Olfaktorisch) | Blumenduft, Verwesung | Freude, Schönheit, Hoffnung vs. Verfall, Unangenehmes, Warnung |
| Vertrauter Geruch, unbekannter Geruch | Erinnerung, Sicherheit vs. Neues, Unbekanntes, Gefahr | |
| Starker, süßer Geruch | Intensive Emotion, Verführung vs. Übermaß, Trugschluss | |
| Brandgeruch | Gefahr, Zerstörung, Wut | |
| Schmecken (Gustatorisch) | Süße, Bitterkeit | Freude, Erfüllung vs. Enttäuschung, Reue |
| Salzig, sauer | Tränen, Trauer vs. Verbitterung, Ärger | |
| Lieblingsessen, ungenießbares Essen | Zufriedenheit, Bedürfnisstillung vs. Abneigung, Unmut, Vergiftung | |
| Hunger, Sättigung | Mangel, unerfüllte Wünsche vs. Erfüllung, Genuss |
Persönliche Assoziationen und kultureller Kontext
Die Deutung von Traumsymbolen ist niemals universell gültig. Was für den einen Klarheit bedeutet, kann für den anderen etwas ganz anderes sein. Ihre persönlichen Erfahrungen, Ihre Geschichte und Ihre emotionalen Verknüpfungen sind entscheidend. Ein Apfel mag für jemanden das Symbol für Gesundheit sein, für eine andere Person steht er für Versuchung.
Der kulturelle Hintergrund spielt ebenfalls eine Rolle. Bestimmte Farben, Tiere oder Handlungen haben in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Es ist wichtig, diesen Kontext zu berücksichtigen und nicht blindlings allgemeingültigen Traumdeutungsbüchern zu folgen. Ihr Unterbewusstsein spricht eine einzigartige Sprache, die in Ihrem persönlichen Lebenskontext verankert ist.
Die Bedeutung der „Fünf“ im Kontext der Sinne
Die Zahl Fünf ist in vielen Kulturen und Systemen bedeutungsvoll. Sie steht oft für den Menschen selbst, die Mitte, das Gleichgewicht und die Vollständigkeit seiner Erfahrungen in der Welt. Unsere fünf Sinne sind unsere primären Tore zur äußeren Realität.
Sie ermöglichen uns, die Welt in all ihrer Komplexität wahrzunehmen. Im Kontext der Traumdeutung Fünf – Der Mensch und die Sinne symbolisiert die Fünf die Gesamtheit unserer menschlichen Wahrnehmung. Sie betont, dass wir als Ganzes, mit all unseren Sinnen, unsere Träume erleben und interpretieren müssen. Es geht um die Integration aller Teile unseres Seins.
„Die fünf Sinne sind die Pforte, durch die die äußere Welt zur inneren Erkenntnis gelangt – auch im Traum.“
Herausforderungen und Missverständnisse in der Traumdeutung
Traumdeutung kann eine tief bereichernde Praxis sein, birgt aber auch Fallstricke. Ein häufiges Missverständnis ist die Überinterpretation. Nicht jeder Traum hat eine tiefgründige oder prophetische Bedeutung; manche sind einfach nur die Verarbeitung des Tagesgeschehens. Es ist wichtig, zwischen bedeutungsvollen Symbolen und nebensächlichen Details zu unterscheiden.
Ein weiteres Problem ist das Ignorieren des persönlichen Kontextes zugunsten allgemeiner Deutungen. Was in einem Traumlexikon steht, muss nicht auf Sie zutreffen. Konzentrieren Sie sich immer auf Ihre eigenen Gefühle und Assoziationen. Träume können Wünsche erfüllen, aber auch Warnungen oder Hinweise auf ungelöste Probleme sein. Die Kunst liegt darin, die Nuancen zu erkennen.
Die Grenzen der rationalen Erklärung
Nicht alles im Traum lässt sich rational erklären oder entschlüsseln. Träume operieren oft jenseits der Logik des Wachbewusstseins. Sie sind ein Ausdruck des Unbewussten, das seine eigenen Gesetze hat.
Manchmal berühren Träume transzendente oder spirituelle Dimensionen, die sich unserem Verstand entziehen. Es ist wichtig, diese Mysterien zu akzeptieren und nicht zu versuchen, alles in ein rationales Korsett zu pressen. Lassen Sie Raum für das Unerklärliche und die Magie, die den Träumen innewohnt. Diese Akzeptanz erweitert unser Verständnis und unsere Offenheit für die Botschaften aus der Tiefe.
Die Rolle der Emotionen bei der Interpretation sensorischer Träume
Emotionen sind der rote Faden, der sich durch all unsere Träume zieht. Sie sind das Kernstück jeder Traumerfahrung und färben unsere sensorischen Wahrnehmungen ein. Ein und derselbe Anblick kann, je nach Gefühlslage, völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Eine bekannte Person kann im Traum sowohl Freude als auch Angst auslösen, abhängig von der emotionalen Färbung der Begegnung.
Die Intensität und Qualität der Emotionen im Traum geben uns oft den besten Hinweis auf die eigentliche Botschaft. Das Gefühl der Liebe verstärkt positive sensorische Eindrücke, während Angst dazu führen kann, dass vertraute Geräusche bedrohlich wirken. Wenn wir lernen, unsere Emotionen im Traum bewusst zu erkennen und zu benennen, öffnen wir die Tür zu einer tieferen Selbsterkenntnis. Es ist die emotionale Resonanz, die einem sensorischen Traumerlebnis seine wahre Bedeutung verleiht.
Tabelle 2: Emotionale Zustände und assoziierte sensorische Traumerlebnisse
| Emotionale Zustand | Typische sensorische Traumerlebnisse | Mögliche Interpretation im Kontext |
|---|---|---|
| Freude / Glück | Helles Licht, lebendige Farben, angenehme Düfte (Blumen, Früchte) | Gefühl der Erfüllung, Hoffnung, positive Entwicklung im Leben |
| Harmonische Musik, klares Lachen, angenehme Berührungen (Umarmung) | Soziale Verbundenheit, innerer Frieden, Zufriedenheit mit sich selbst | |
| Angst / Furcht | Dunkelheit, Schatten, verwackelte/unscharfe Bilder | Unsicherheit, Bedrohung, Konfrontation mit ungelösten Ängsten |
| Laute, schrille Geräusche, Schreie, bedrohliche Stimmen | Warnung, innere Alarmsignale, Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen | |
| Gefühl des Fallens, Beklemmung, Kälte, Schmerz | Kontrollverlust, Ohnmacht, emotionale Verletzlichkeit | |
| Trauer / Melancholie | Graue, gedämpfte Farben, Regen, neblige Landschaften | Verlust, Verarbeitung von Schmerz, Rückzug ins Innere |
| Wehklagen, leise, traurige Musik, Stille | Ausdruck von Kummer, Bedürfnis nach Trost, innere Leere | |
| Gefühl der Kälte, Schwere, Tränen, fehlende Berührung | Gefühl der Einsamkeit, Belastung, Trauerarbeit | |
| Wut / Ärger | Rote, flackernde Farben, Feuer, Gewitter, dunkle Silhouetten | Unterdrückte Aggression, Konflikt, Frustration |
| Laute, aggressive Stimmen, Zerstörungsgeräusche, Knistern | Ausdruck von Wutausbrüchen, innerer Kampf, Protest | |
| Gefühl von Hitze, Enge, Drücken, Schlagen | Emotionale Spannung, Bedürfnis nach Ausdruck, körperliche Reaktionen | |
| Liebe / Zuneigung | Sanftes Licht, warme Farben, zarte Berührungen | Verbundenheit, Geborgenheit, Wunsch nach Nähe |
| Liebliche Melodien, sanfte Stimmen, angenehme Gerüche | Harmonie, Romantik, tiefe emotionale Bindung | |
| Gefühl der Wärme, Schutz, Leichtigkeit | Seelische Erfüllung, Vertrauen, innerer Frieden | |
| Verwirrung / Unsicherheit | Verzerrte Bilder, undeutliche Geräusche, sich wiederholende Muster | Mangelnde Klarheit, Entscheidungsschwierigkeiten, Suche nach Orientierung |
| Gefühl des Schwindels, Orientierungslosigkeit, keine klare Berührung | Gefühl der Überforderung, Identitätskrise, innere Ambivalenz |
Trauma und sensorische Traumsequenzen
Besonders eindringlich können sensorische Träume sein, wenn sie mit traumatischen Erlebnissen verbunden sind. Hier können sich die Sinne mit einer extremen Intensität manifestieren, oft in Form von wiederkehrenden Alpträumen. Ein bestimmter Geruch, ein spezifisches Geräusch oder eine bestimmte Berührung kann das Trauma erneut hervorrufen, selbst im Schlaf. Diese Träume sind keine einfachen Symbole, sondern oft eine direkte Wiedergabe oder Verarbeitung des Erlebten.
Das Unbewusste versucht, das Trauma zu verarbeiten, indem es die sensorischen Komponenten wiederholt. Das Gehirn arbeitet daran, das Erlebte zu integrieren. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, achtsam mit den Träumen umzugehen und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie können wertvolle Hinweise für die Heilung geben.
„Ein Traum, der ein Trauma berührt, ist ein lautes Echo der Seele, das nach Gehör und Heilung verlangt.“
Häufig gestellte Fragen zur Traumdeutung der Sinne
Wie kann ich mich besser an meine sensorischen Träume erinnern?
Führen Sie ein Traumtagebuch. Legen Sie es neben Ihr Bett und notieren Sie sofort nach dem Aufwachen alles, woran Sie sich erinnern können. Konzentrieren Sie sich besonders auf Gerüche, Geräusche, Geschmäcker, Berührungen und Farben. Selbst scheinbar unwichtige Details können später relevant sein.
Gibt es Unterschiede in der Traumdeutung der Sinne zwischen den Geschlechtern?
Während die grundlegenden Mechanismen der Traumdeutung universell sind, können die Inhalte und die Betonung bestimmter sensorischer Erfahrungen geschlechtsspezifisch variieren. Dies liegt oft an kulturellen Prägungen, Rollenerwartungen und individuellen Lebensgeschichten. Es gibt jedoch keine wissenschaftlich fundierten, allgemeingültigen Unterschiede in der symbolischen Bedeutung der Sinne im Traum, die allein dem Geschlecht zuzuordnen wären.
Können Tiere auch sensorische Träume haben?
Es gibt starke Hinweise darauf, dass Tiere träumen, insbesondere während der REM-Schlafphase. Ob sie dabei komplexe sensorische Erlebnisse wie Menschen haben, ist schwer zu beweisen, da sie uns nicht davon erzählen können. Tierverhalten im Schlaf (z.B. Zucken, Bellen, Schnüffeln) deutet jedoch darauf hin, dass sie sensorische Inhalte verarbeiten.
Was, wenn ein Sinn im Traum völlig fehlt oder stark verzerrt ist?
Das Fehlen eines Sinnes oder seine starke Verzerrung im Traum kann bedeutungsvoll sein. Es könnte darauf hinweisen, dass Sie diesen Aspekt in Ihrem Wachleben ignorieren, unterdrücken oder dass es hier eine Blockade gibt. Ein fehlender Geruchssinn könnte zum Beispiel bedeuten, dass Sie eine Warnung nicht wahrnehmen wollen. Eine Verzerrung kann auf Angst, Verwirrung oder eine veränderte Wahrnehmung hinweisen, die Sie genauer beleuchten sollten.
Wie unterscheidet sich die Traumdeutung der Sinne von der allgemeinen Traumdeutung?
Die Traumdeutung der Sinne ist ein spezieller Fokus innerhalb der allgemeinen Traumdeutung. Während die allgemeine Traumdeutung alle Elemente eines Traums (Handlung, Charaktere, Orte) berücksichtigt, konzentriert sich die sensorische Traumdeutung explizit auf die fünf Sinne. Sie analysiert, wie diese Sinne im Traum erscheinen, welche Qualität sie haben und welche Emotionen sie auslösen. Dieser Fokus ermöglicht eine besonders tiefe und oft sehr direkte Verbindung zu unseren emotionalen und körperlichen Zuständen.
Traumdeutung - Traumsymbole A–Z
- Traumsymbole mit A
- Traumsymbole mit B
- Traumsymbole mit C
- Traumsymbole mit D
- Traumsymbole mit E
- Traumsymbole mit F
- Traumsymbole mit G
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